Unternehmen müssen sich bei der Analyse ebenso fragen, wen genau sie überhaupt erreichen möchten, das heißt die Zielgruppe ist festzulegen.

Berufseinsteiger, Young Professionals oder doch Berufserfahrene?

Von der Festlegung der Zielgruppe ist es abhängig, wie intensiv die Attraktivitätsmerkmale angesprochen werden sollten. Personen mittleren Alters, die schon erste Berufserfahrung gesammelt haben und sich bereits in der Familienphase befinden, werden sich vergleichsweise eher von Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf angesprochen fühlen als Berufseinsteiger. Jüngere Zielgruppen wie Studenten oder Absolventen dagegen sind eher an flexiblen Arbeitsmodellen wie Home Office oder einer Berücksichtigung der Life-Balance interessiert als ältere Zielgruppen, die noch mit traditionellen Arbeitsmodellen vertraut sind.
Eine weitere Hürde, die für ein vielversprechendes Employer Branding genommen werden muss, ist die Wahl der richtigen Kommunikationskanäle.

Um das Unternehmen für Bewerber greifbarer und sympathischer zu machen, helfen verschiedene interne und externe Employer Branding Maßnahmen:

  • Einführung der Life-Balance Massnahmen FIT Ability
  • Entwicklung eines Arbeitgeberimages
  • Einsatz von Social Media Kanälen
  • Intensive Schulung der Fach- und Führungskräfte zum Thema Arbeitgebermarke
  • Entwicklung einer Strategie, um die eigenen Werte intern und extern zu vermitteln
  • Diversity Management als Teil des Human-Resource-Managements
  • Sinnvolle Kommunikationslösungen für Unternehmen und Arbeitgebermarke
  • Einbezug der Mitarbeiter in die jeweiligen Prozesse
  • Realistische Einblicke in das Unternehmen gewähren
  • Informationen mittels Newsletter, Karriere-Blogs, aktuellen Jobangeboten etc. vermitteln
  • Karriereportale und Online-Jobbörsen

Interne Employer Branding Maßnahmen sollten vor allem das Unternehmensumfeld sowie die Unternehmenskultur stärken und fördern. Fühlen sich Mitarbeiter wohl in ihrem Unternehmen und in ihrem Arbeitsumfeld werden sie zu loyalen Mitarbeitern, die sich mit den Unternehmenswerten identifizieren und diese auch nach außen vermitteln können. So werden sie wiederum zu authentischen Markenbotschaftern. Gelingen kann dies durch eine besondere Arbeitsatmosphäre. Besonders große Unternehmen wie Google führten diesen Aspekt der Arbeitszufriedenheit ein, indem sie ihren Mitarbeitern unvergleichliche Arbeitsplätze oder zusätzliche Angebote wie Sport oder Unterhaltung auf dem Firmengelände bieten. Andere Unternehmen nehmen sich Google nach wie vor als Vorbild und versuchen ihren Mitarbeitern eine angenehme Arbeitsumgebung zu schaffen. Der Wohlfühl-Effekt soll für einen Ausgleich der Mitarbeiter sorgen, das Stresslevel reduzieren und die Kreativität fördern. Auch das Angebot von Weiterbildungen und Aufstiegschancen sind geeignete interne Employer Branding Maßnahmen, die den Mitarbeitern einerseits ein Interesse von Seiten des Unternehmens für die Angestellten, andererseits neue Wege und Entwicklungsmöglichkeiten vermitteln.